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GEO & KI-Sichtbarkeit
Von · · 5 Min. Lesezeit

Sollte ich meine Website aus den Google AI Overviews ausschließen?

Für die meisten Unternehmen nein. Seit dem 31. August 2026 können alle Websites in der Google Search Console festlegen, dass sie nicht in AI Overviews, AI Mode und den KI-Funktionen von Google Discover erscheinen. Wer das tut, verliert dort jedoch alle Quellenlinks und Impressionen, während die KI-Antworten mit Inhalten anderer Websites weiter angezeigt werden.

GEOAI OverviewsAI ModeGoogle Search ConsoleKI-Sichtbarkeit
Monitor mit symbolischen Suchergebnissen, vernetzten Dokumenten und einem Schalter zum Ein- oder Ausschließen einer Website
KI-generiertes Symbolbild zum Ein- und Ausschließen von Websites aus generativen KI-Suchergebnissen.

Stand: Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Einstellung heißt „Search generative AI“ und liegt in der Google Search Console unter „Einstellungen“.
  • Zur Wahl stehen „Einbeziehen“ (Standard), „Ausschließen“ und „Von übergeordneter Property übernehmen“.
  • Änderungen greifen laut Google in der Regel nach einigen Tagen, die Inhalte verschwinden meist ein bis zwei Tage danach.
  • Der Ausschluss ist kein Rankingsignal für die klassische Suche und verhindert kein KI-Training.

Was macht die KI-Einstellung in der Google Search Console?

Die Einstellung legt fest, ob Google Inhalte und Links Ihrer Website in seinen generativen KI-Funktionen verwenden darf. AI Overviews sind KI-generierte Zusammenfassungen, die Google über den klassischen Suchergebnissen einblendet. AI Mode ist der dialogorientierte Suchmodus, in dem Nutzer Folgefragen stellen können.

Laut Google-Hilfe zur Einstellung betrifft sie derzeit AI Overviews, AI Mode und generative KI-Funktionen in Google Discover. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass sich diese Liste ändern kann.

Seit dem 21. Oktober 2026 nennt Google die Einstellung in der Dokumentation „Steuern, was Sie mit der Google Suche teilen“ als eigene, websiteweite Option. Sie steht dort neben noindex, dem Robots-Meta-Tag und data-nosnippet.

Was passiert, wenn ich meine Website ausschließe?

Ihre Website verschwindet vollständig aus AI Overviews, AI Mode und den KI-Funktionen von Discover, einschließlich aller Quellenlinks. Inhalte, die Google von Ihrer Website gecrawlt hat, dienen dann nicht mehr als Grundlage für KI-Antworten. Sie erhalten aus diesen Funktionen weder Impressionen noch Besuche.

Die KI-Antworten selbst bleiben bestehen. Google stellt klar, dass weiterhin Inhalte anderer Websites erscheinen, die Ihren durchaus ähneln können. Der Nutzer bekommt seine Antwort also trotzdem, nur ohne Verweis auf Ihr Unternehmen.

Zwei Punkte werden häufig missverstanden. Erstens ist der Ausschluss laut Google kein Ranking- oder Aufnahmesignal für andere Bereiche der Suche. Zweitens beeinflusst er nicht das KI-Training. Dafür ist Google-Extended zuständig, ein Steuerungszeichen in der robots.txt, das die Nutzung für das Training von Gemini-Modellen regelt.

Für wen ist ein Ausschluss sinnvoll?

Ein Ausschluss kommt vor allem für Websites infrage, deren Geschäftsmodell davon abhängt, dass Nutzer Inhalte direkt auf der eigenen Seite lesen. Für Dienstleister, Handwerksbetriebe, Hersteller und B2B-Anbieter ist die KI-Antwort dagegen oft der erste Kontaktpunkt. Ein Quellenlink dort wirkt wie eine Empfehlung.

Situationen und Einschätzungen zum Ausschluss aus AI Overviews
SituationEinschätzung
Dienstleister, Handwerk, B2B, lokale AnbieterEinbeziehen: Sichtbarkeit als Quelle schafft Vertrauen und Anfragen
OnlineshopsEinbeziehen: Produktfragen werden zunehmend in KI-Antworten beantwortet
Werbefinanzierte Ratgeberportale und VerlageAbwägen: Impressionen und Besuche im Leistungsbericht vergleichen
Bezahlinhalte und FachdatenbankenAusschluss prüfen, eventuell zuerst für einen Teilbereich

Woran erkenne ich, ob meine Website in AI Overviews erscheint?

Sie erkennen es am Leistungsbericht „Generative AI“ in der Google Search Console. Er zeigt Impressionen, also wie oft Links zu Ihrer Website in AI Overviews oder AI Mode angezeigt wurden. So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie die Google Search Console und wählen Sie die Property Ihrer Hauptdomain.
  2. Öffnen Sie unter „Leistung“ den Bericht „Generative AI“. Fehlt er, hat Ihre Website laut Google-Hilfe zum Bericht zu wenige KI-Impressionen oder ist ausgeschlossen.
  3. Wechseln Sie in den Tab „Seiten“ und notieren Sie die zehn URLs mit den meisten Impressionen.
  4. Prüfen Sie unter „Einstellungen“ → „Search generative AI“, welcher Wert gesetzt ist. Kontrollieren Sie auch untergeordnete Properties wie Subdomains oder Verzeichnisse.
  5. Geben Sie fünf typische Kundenfragen in Google ein und notieren Sie, welche Websites in der KI-Übersicht als Quelle verlinkt sind.

Diese Bestandsaufnahme ist die Grundlage jeder Entscheidung. Ohne sie wird oft aus einem Bauchgefühl heraus ausgeschlossen.

Welche Fehler sehen wir dabei in Website-Analysen?

Der häufigste Fehler ist ein Ausschluss aus Unsicherheit, ohne vorher die eigenen Zahlen anzusehen. Dahinter steckt meist die Annahme, die KI nehme nur und gebe nichts zurück. Die Impressionen im Leistungsbericht zeigen oft ein anderes Bild.

Weitere typische Fehler:

  • Vererbung übersehen: Eine Subdomain- oder Verzeichnis-Property überschreibt die Einstellung der Domain, ohne dass es jemand bemerkt.
  • Falsche Werkzeuge: Statt der Search-Console-Einstellung wird der Googlebot in der robots.txt gesperrt. Damit verschwindet die Website aus der gesamten Google-Suche.
  • Falsche Erwartung: Ein Ausschluss soll die klassischen Rankings verbessern. Das ist laut Google nicht der Fall.
  • Fehlende Zitierbarkeit: Die Website ist zwar einbezogen, liefert aber keine klaren, eigenständigen Antworten, die eine KI übernehmen kann.

Wie Sie Inhalte zitierfähig aufbereiten, erklärt unsere GEO-Analyse.

Was sollte ich jetzt tun?

Lassen Sie die Einstellung für Ihre Hauptdomain auf „Einbeziehen“ und arbeiten Sie daran, als Quelle ausgewählt zu werden. Dokumentieren Sie die heutigen Impressionen aus dem Bericht „Generative AI“ als Ausgangswert und prüfen Sie ihn vierteljährlich.

Wenn Sie einen Ausschluss ernsthaft erwägen, testen Sie ihn zuerst in einem Teilbereich. Google erlaubt, dass eine URL-Präfix-Property für ein Verzeichnis die Einstellung der Domain überschreibt. So lässt sich etwa ein Ratgeberbereich getrennt behandeln.

Wie gut ist Ihre Website für KI-Antworten aufgestellt?

Ob Google, ChatGPT oder Perplexity Ihre Website als Quelle nutzen, hängt von Technik, Inhalten und Vertrauenssignalen ab. Der AI Website Report by Digitales Wachstum prüft das gemeinsam mit SEO, Performance, UX und Conversion und liefert einen PDF-Report mit Quick Wins und Roadmap. Die Analyse kostet einmalig 79 € inklusive Mehrwertsteuer, ohne Abo. Einen ersten Eindruck gibt der kostenlose Schnell-Check.

Häufige Fragen

Verschwindet meine Website aus der normalen Google-Suche, wenn ich AI Overviews ausschließe?
Nein. Die Einstellung betrifft nur die generativen KI-Funktionen. Wer seine Website ganz aus der Google-Suche entfernen will, muss laut Google noindex verwenden.
Kann ich nur einzelne Bereiche meiner Website ausschließen?
Ja, auf Ebene von Properties. Eine URL-Präfix-Property für ein Verzeichnis oder eine Subdomain-Property kann eine eigene Einstellung erhalten. Inhaber der Domain-Property werden benachrichtigt, wenn eine untergeordnete Property abweicht.
Wie schnell wirkt eine Änderung der Einstellung?
Laut Google wird sie in der Regel nach einigen Tagen umgesetzt. Danach verschwinden die Inhalte meist innerhalb von ein bis zwei Tagen, wegen Zwischenspeicherung teils auch später.
Verhindert der Ausschluss, dass Google meine Texte für KI-Training nutzt?
Nein. Die Einstellung hat laut Google keinen Einfluss auf das Training. Dafür gibt es das Steuerungszeichen Google-Extended in der robots.txt.
Gilt die Einstellung auch für ChatGPT, Perplexity oder Meta AI?
Nein, sie betrifft nur Funktionen der Google-Suche. Andere Anbieter betreiben eigene Crawler, die Sie getrennt über die robots.txt steuern. Meta nennt für die Meta-AI-Suche etwa den Crawler Meta-WebIndexer.
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