Zurück zur Übersicht
Website-Analyse
Von · · 13 Min. Lesezeit

SAP im Website-Check: Was 10 KI-Agenten auf der Website des Softwarekonzerns gefunden haben

SAP steht wie kaum ein anderes deutsches Unternehmen für Digitalisierung. Doch wie gut ist die eigene Website des Softwarekonzerns? Wir haben sie mit demselben Verfahren analysiert, das wir für Unternehmenswebsites einsetzen – das Ergebnis ist ausgesprochen heterogen.

Website-AnalyseSEOKI-SichtbarkeitPerformanceB2B
Website eines Softwarekonzerns im KI-Check: Laptop mit Unternehmensseite, umgeben von Score-Karten und Performance-Diagrammen

SAP steht wie kaum ein anderes deutsches Unternehmen für Digitalisierung, Unternehmenssoftware und technologische Transformation. Doch wie gut ist eigentlich die eigene Website des Softwarekonzerns?

Wir wollten es wissen und haben die deutsche SAP-Website mit unserem AI Website Report untersucht. Dabei analysieren 10 spezialisierte KI-Agenten eine Website aus unterschiedlichen Perspektiven – unter anderem SEO, GEO und KI-Sichtbarkeit, Technik, UX, Conversion, Paid Traffic, Marke und Kundensicht.

Das Ergebnis überrascht: Website Intelligence Score: 47 von 100 Punkten.

Dabei ist die Website keineswegs grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil: Der Lighthouse-SEO-Score liegt bei 100/100, die automatisiert gemessene Accessibility erreicht 94/100, der UX-Agent vergibt 88/100. Und trotzdem identifiziert die Analyse erhebliche Potenziale bei Performance, digitaler Vertriebsführung und insbesondere bei der Sichtbarkeit für generative KI-Systeme.

Die SAP-Analyse ist ein Beispiel dafür, warum die Qualität einer modernen Website längst nicht mehr mit einem SEO-Score allein beurteilt werden kann.

47 von 100 Punkten – wie kommt dieser Wert zustande?

Der Website Intelligence Score ist kein frei vergebener KI-Wert. Zunächst werden reale technische und strukturelle Daten der Website erhoben: Google-Lighthouse-Messungen für Mobile und Desktop, HTML-Strukturen, Website-Crawls, robots.txt, Sitemap und strukturierte Daten.

Auf dieser gemeinsamen Datenbasis untersuchen spezialisierte KI-Agenten unterschiedliche Fachbereiche. Der Gesamtscore wird anschließend rechnerisch aus den Fachbewertungen gebildet. Bei SAP ergibt sich ein ausgesprochen heterogenes Bild:

AnalysebereichScore
UX & Design88/100
SEO73/100
Markenwahrnehmung67/100
Kundensicht58/100
Paid-Traffic-Qualität48/100
Business & Growth38/100
Conversion25/100
GEO / KI-Sichtbarkeit18/100
Technik & Performance15/100

Genau diese Spreizung ist interessant. Eine Website kann in einzelnen Disziplinen hervorragend sein und gleichzeitig an anderer Stelle erhebliches digitales Potenzial verschenken. Bei SAP treffen ein Lighthouse-SEO-Score von 100/100 und eine hohe inhaltliche Substanz auf einen Technik-Score von 15/100 und eine KI-Sichtbarkeit von nur 18/100. Schauen wir uns an, warum.

Erkenntnis 1

SEO 100/100 – und trotzdem gibt es SEO-Potenzial

Google Lighthouse SEO: 100/100. Das ist zunächst ein hervorragendes Ergebnis. Auch unser spezialisierter SEO-Agent bewertet die organische Sichtbarkeit mit soliden 73/100 Punkten. Die Website verfügt über korrekte Canonical-Tags, eine aktive XML-Sitemap und eine hohe inhaltliche Tiefe – über die untersuchten Seiten hinweg durchschnittlich rund 1.044 Wörter pro Seite.

Und trotzdem findet der SEO-Agent relevante Potenziale. Weil technisches SEO nicht dasselbe ist wie eine vollständige SEO-Strategie: Auf allen neun analysierten Seiten konnte keine semantische H1-Überschrift identifiziert werden. Hinzu kommen fehlende strukturierte Daten sowie teilweise sehr lange Meta-Descriptions.

Noch interessanter ist ein anderer Punkt: Die Website besitzt erwartungsgemäß sehr viel Content rund um Produkte, Branchen und Lösungen. Weniger konsequent bedient werden laut Analyse dagegen kaufnahe, nicht markenbezogene Suchintentionen – etwa rund um ERP-Einführung, ERP-Kosten, Cloud-Migration im Mittelstand, Implementierungsaufwand oder den Vergleich unterschiedlicher Lösungen.

Ein perfekter Lighthouse-SEO-Score bedeutet also nicht automatisch, dass eine Website ihr organisches Marktpotenzial vollständig ausschöpft. Lighthouse prüft wichtige technische Grundlagen – nicht aber, ob eine Website sämtliche relevanten Suchintentionen potenzieller Kunden strategisch abdeckt. Mehr dazu in unserer SEO-Analyse.

Erkenntnis 2

Die vielleicht überraschendste Zahl: 21,7 Sekunden mobiler LCP

Deutlich kritischer fällt die technische Analyse aus: Der technische Agent vergibt lediglich 15 von 100 Punkten. Zum Zeitpunkt unserer Messung lag der mobile Lighthouse-Performance-Score bei 19/100, der Largest Contentful Paint bei 21,7 Sekunden auf Mobilgeräten. Der analysierte Seitenumfang lag mobil bei rund 3,9 MB und 134 Requests; zusätzlich identifizierte die Analyse erhebliches ungenutztes JavaScript. Auf dem Desktop lag der gemessene LCP mit rund 3,7 Sekunden deutlich niedriger, der Lighthouse-Performance-Score allerdings ebenfalls nur bei 20/100.

Das ist gerade bei einer B2B-Website relevant. Ein Interessent kommt über Google, eine Anzeige oder einen LinkedIn-Beitrag. In diesem Moment zählt nicht, wie bekannt das Unternehmen ist – die Website muss funktionieren. Besonders bei bezahltem Traffic kann eine langsame Zielseite problematisch werden, weil bereits für den Klick bezahlt wurde, bevor ein Besucher überhaupt sinnvoll mit dem Inhalt interagieren kann.

Unser Google-Ads-Agent bewertet die Paid-Traffic-Qualität deshalb mit 48/100 und empfiehlt, Non-Brand-Kampagnen nicht pauschal auf die Startseite zu führen, sondern auf spezifische Produkt- und Lösungsseiten mit klarer Nutzenbotschaft und eindeutiger Handlungsaufforderung.

Wichtig dabei: Performance-Werte sind Momentaufnahmen. 21,7 Sekunden bedeuten nicht, dass jeder Besucher immer 21,7 Sekunden wartet – der Wert zeigt aber einen zum Messzeitpunkt deutlich vorhandenen technischen Engpass. Warum das zählt, beschreiben wir unter Website-Performance.

Erkenntnis 3

38 Handlungsoptionen – aber keine davon im ersten Sichtbereich

SAP bietet ein enormes Produktportfolio: ERP, Cloud, Finanzmanagement, Supply Chain Management, Business Technology Platform, KI, Branchenlösungen, Services, Support. Für bestehende Kunden ist diese Informationsfülle wertvoll. Für einen neuen Besucher entsteht dagegen eine Herausforderung: Wo soll ich anfangen?

Der Conversion-Agent vergibt 25/100 Punkte. Auf der analysierten Startseite wurden insgesamt 38 Handlungslinks beziehungsweise CTAs identifiziert – aber kein einziger davon befand sich im analysierten Above-the-fold-Bereich. Gleichzeitig fehlte dort laut Report eine klar erkennbare Nutzenbotschaft, die einen neuen Besucher unmittelbar orientiert.

Das ist ein klassisches Problem großer Unternehmenswebsites. Über Jahre entstehen immer mehr Produkte, Geschäftsbereiche, Branchen, Zielgruppen, Navigationsebenen und Services. Die Website bildet irgendwann die Organisation hervorragend ab – aber nicht unbedingt die Gedankenwelt eines neuen Kunden.

Die zentrale Frage lautet deshalb nicht: „Wie bekommen wir alle unsere Produkte in die Navigation?“ Sondern: „Was möchte ein neuer Interessent in den ersten zehn Sekunden wissen?“ Wahrscheinlich eher: Was löst SAP für mein Unternehmen? Welche Lösung passt zu mir? Ist das auch für ein mittelständisches Unternehmen relevant? Was kostet der Einstieg? Wie aufwendig ist die Einführung? Mit wem kann ich sprechen – und wie geht es jetzt weiter?

Erkenntnis 4

Weltbekannt – aber der direkte Weg zum Vertrieb könnte einfacher sein

Der Conversion-Agent identifizierte zum Analysezeitpunkt einen weiteren Punkt: Auf der untersuchten Startseite war keine dedizierte Kontaktseite direkt verlinkt, als unmittelbarer Kontaktkanal wurde lediglich E-Mail erkannt. Der Report empfiehlt deshalb einen zentralen digitalen Vertriebszugang mit klaren Routing-Möglichkeiten nach Branche und Unternehmensgröße.

Im B2B-Bereich ist das strategisch relevant, denn Interessenten befinden sich in unterschiedlichen Phasen: Der eine möchte sich informieren, der nächste Preise verstehen, ein anderer braucht eine Demo, ein vierter hat bereits ein konkretes Transformationsprojekt und möchte mit dem Vertrieb sprechen. Eine gute Enterprise-Website muss diese Intentionen erkennen und schnell auf den richtigen Weg führen – etwa durch eine stärkere Trennung zwischen mittelständischen Neukunden und großen Enterprise-Kunden.

Erkenntnis 5

Die größte Überraschung: KI-Sichtbarkeit 18/100

SAP beschäftigt sich selbst intensiv mit künstlicher Intelligenz. Umso interessanter ist die Frage, wie gut die eigene Website für generative KI-Systeme aufbereitet ist. Unser GEO-Agent vergibt 18 von 100 Punkten.

Und das liegt ausdrücklich nicht daran, dass zu wenig Content vorhanden wäre – im Gegenteil. Die Analyse identifizierte unter anderem 93 statistische Angaben sowie eine vorhandene llms.txt. Die Basis wäre also durchaus vorhanden. Das Problem liegt an anderer Stelle.

Erkenntnis 6

Zwölf relevante KI-Bots werden laut Analyse blockiert

Die robots.txt-Analyse ergab zum Messzeitpunkt eine weitreichende Sperrung von 12 KI-Bots, darunter GPTBot, ClaudeBot und PerplexityBot. Gleichzeitig wurden auf den untersuchten Seiten keine Schema.org-Strukturdaten gefunden, und auch semantische H1-Überschriften fehlten auf allen neun gecrawlten Seiten.

Das ergibt eine bemerkenswerte Kombination: Sehr umfangreiche Informationen, sogar eine llms.txt – und gleichzeitig erschweren Crawler-Sperren und fehlende semantische Strukturen bestimmten KI-Systemen den Zugriff beziehungsweise die maschinelle Einordnung der Inhalte. Der GEO-Agent bewertet die Recommendation Readiness deshalb als „sehr niedrig“ und die Citation Readiness als „niedrig“.

Das bedeutet nicht, dass ChatGPT „SAP nicht kennt“. Natürlich können große Sprachmodelle SAP kennen. Darum geht es bei GEO aber nicht primär. Die wichtigere Frage lautet: Wie gut können KI-Systeme aktuelle Informationen einer Website abrufen, eindeutig verstehen, verifizieren und in einer konkreten Antwort als Quelle verwenden? Genau dort beginnt die nächste Generation der Suchmaschinenoptimierung.

Erkenntnis 7

Eine llms.txt allein macht noch keine GEO-Strategie

SAP besitzt laut Analyse bereits eine llms.txt und gehört damit zu den Unternehmen, die sich grundsätzlich mit der Bereitstellung von Informationen für Sprachmodelle beschäftigen. Trotzdem erreicht der GEO-Agent nur 18/100. Weil GEO nicht aus einer einzelnen Datei besteht.

Generative Systeme benötigen möglichst eindeutige Antworten auf Fragen wie: Was ist SAP BTP? Was ist Joule? Was unterscheidet RISE with SAP von GROW with SAP? Welche Lösung eignet sich für welche Unternehmensgröße? Wie lange dauert eine Implementierung? Welche Integrationen gibt es? Welche belegbaren Ergebnisse erzielen Kunden?

Der Report empfiehlt deshalb prägnante Definitionssätze nach dem Muster „Produkt X ist ein Y zur Lösung von Z.“ Hinzu kommen maschinenlesbare Vergleichstabellen, strukturierte FAQs, Autoren- beziehungsweise Experteninformationen, Quellenangaben und Schema.org-Markup. Genau das ist der Unterschied zwischen „Wir haben viel Content“ und „Unsere Informationen sind für generative Suchsysteme interpretierbar und zitierfähig“.

Erkenntnis 8

Warum SEO und GEO nicht dasselbe sind

Wenn man nur zwei Zahlen aus dem gesamten Report herausgreifen dürfte, wären es vermutlich diese: Lighthouse SEO 100/100 – GEO und KI-Sichtbarkeit 18/100.

Eine Website kann technisch indexierbar sein, korrekte Canonicals besitzen, eine Sitemap anbieten, viel hochwertigen Content enthalten – und trotzdem für generative Systeme strukturell erhebliche Hürden aufweisen. SEO bleibt deshalb wichtig, sehr wichtig sogar. Aber SEO beantwortet künftig nicht mehr allein die Frage „Wird mein Unternehmen gefunden?“, sondern zunehmend auch: „Wird mein Unternehmen von einer KI verstanden, als Quelle herangezogen und bei relevanten Fragen berücksichtigt?“

Erkenntnis 9

SAP besitzt hervorragendes Rohmaterial für GEO

Gerade deshalb ist der niedrige GEO-Wert interessant, denn die Ausgangslage ist stark: eine weltweit bekannte Marke, jahrzehntelange Unternehmenshistorie, umfangreiche Produktinformationen, zahlreiche Branchenlösungen, Customer Stories, technische Dokumentationen, Statistiken, Expertenwissen und eine enorme thematische Autorität im Bereich Unternehmenssoftware. Allein auf den analysierten Seiten konnte der GEO-Agent 93 statistische Angaben identifizieren.

Das Material ist also vorhanden. Die Herausforderung besteht darin, es so aufzubereiten, dass Maschinen Zusammenhänge eindeutig verstehen und Aussagen leichter verifizieren können. Aus GEO-Sicht wäre ein sauber strukturierter Vergleich von RISE with SAP und GROW with SAP potenziell wertvoller als weitere 2.000 Wörter allgemeiner Produktbeschreibung – weil genau solche Fragen Menschen an generative KI-Systeme stellen.

Erkenntnis 10

Interessanterweise ist UX eine der großen Stärken

Bei all den Kritikpunkten sollte ein Wert nicht untergehen: UX & Design 88/100. Der UX-Agent lobt insbesondere die solide Accessibility-Basis. Die untersuchten Bilder verfügen laut Report über eine 100-prozentige Alt-Text-Abdeckung, hinzu kommen ein Skip-Link sowie sauber benannte Formular- und Button-Elemente. Auch der automatisierte Lighthouse-Accessibility-Wert fällt mit 94/100 stark aus.

Verbesserungspotenzial sieht der Agent dagegen bei der semantischen Überschriftenstruktur, einzelnen ARIA-Attributen, Touch-Targets und der Orientierung im sichtbaren Einstiegsbereich. Auch hier zeigt sich: Eine Website ist nicht einfach „gut“ oder „schlecht“ – sie kann in einem Bereich hervorragend und in einem anderen überraschend schwach sein. Details dazu in unserer UX-Analyse.

Erkenntnis 11

Auch eine Weltmarke muss ihren Nutzen erklären

Besonders interessant ist die Perspektive des simulierten potenziellen Kunden. Dieser Agent vergibt 58/100 Punkte. Seine zentrale Beobachtung: Das große Lösungsangebot ist erkennbar, aber für einen Interessenten ist nicht unmittelbar klar, welche Lösung für den eigenen Bedarf relevant ist, was sie ungefähr kostet und wie man schnell mit einem passenden Ansprechpartner in Kontakt kommt.

Das ist ein typisches Enterprise-Problem. Große Unternehmen profitieren von enormer Markenbekanntheit – doch Markenbekanntheit ersetzt keine Nutzerführung. Ein Besucher weiß vielleicht bereits, dass SAP einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Unternehmenssoftware ist. Seine eigentliche Frage lautet aber: „Was davon brauche ich?“ Und direkt danach: „Was mache ich jetzt?“ Die Website muss diese Übersetzungsleistung erbringen: vom Produktportfolio zum Kundenproblem, von der Marke zum konkreten Nutzen, von Information zur Handlung.

Erkenntnis 12

Marke 67/100: Bekanntheit allein reicht nicht

Die Markennennung zieht sich durch 100 Prozent der analysierten Seiten, Logo und Produktbegriffe wie RISE with SAP sorgen für hohe Wiedererkennbarkeit. Gleichzeitig bewertet der Marken-Agent die Markenwahrnehmung lediglich mit 67/100 – weil die digitale Inszenierung laut Analyse stark funktional und produktorientiert wirkt.

Der Report identifiziert neun deklarierte Font-Familien und eine durchschnittliche Satzlänge von 46,8 Wörtern. Die Empfehlung lautet entsprechend, die Kommunikation stärker zu vereinfachen und das Leistungsversprechen stärker aus Sicht des Kundennutzens zu formulieren. Auch daraus lässt sich eine allgemeine Erkenntnis ableiten: Eine starke Marke macht eine Website nicht automatisch zu einer starken Markenbühne.

Was würde unser System bei SAP zuerst ändern?

Der Report erstellt nicht nur Einzelbewertungen, sondern priorisiert die Maßnahmen nach Business Impact. Bei SAP stehen insbesondere folgende Themen weit oben:

  1. Einen klaren Einstieg schaffen: eine verständliche Nutzenbotschaft und eine eindeutige primäre Handlungsaufforderung unmittelbar sichtbar machen.
  2. Mobile Performance verbessern: insbesondere ungenutztes JavaScript und render-blockierende Ressourcen reduzieren.
  3. Den digitalen Vertriebszugang vereinfachen: Interessenten sollten schnell erkennen, wie sie eine Demo, Beratung oder konkrete Lösungsinformation erhalten.
  4. Unterschiedliche Kundengruppen klarer führen: Mittelstand und Enterprise haben unterschiedliche Anforderungen.
  5. KI-Zugriff strategisch überprüfen: Nicht jede KI muss Zugriff auf sämtliche Inhalte erhalten – aber die Entscheidung sollte bewusst getroffen werden.
  6. Strukturierte Daten ausbauen: Organization, WebSite, Product, Service, Breadcrumbs und weitere Schema.org-Strukturen helfen Suchmaschinen und KI-Systemen.
  7. Content stärker auf Entscheidungsfragen ausrichten: Was kostet es? Für wen eignet es sich? Wie lange dauert die Einführung? Was unterscheidet Lösung A von Lösung B? Solche Inhalte sind gleichzeitig für SEO, GEO und Conversion wertvoll.

Was andere Unternehmen aus der SAP-Analyse lernen können

Natürlich ist SAP kein typisches mittelständisches Unternehmen. Aber gerade deshalb ist die Analyse spannend: Wenn selbst eine der bekanntesten Digitalmarken Deutschlands in einzelnen Bereichen erhebliches Optimierungspotenzial besitzt, zeigt das etwas Grundsätzliches – Website-Qualität ist heute multidimensional.

Es reicht nicht mehr, nur eine schöne Website zu haben. Es reicht nicht, nur schnell zu sein. Es reicht nicht, bei Lighthouse SEO 100 Punkte zu erreichen. Und es reicht auch nicht, 2.000 Wörter auf eine Startseite zu schreiben. Eine moderne Unternehmenswebsite muss gleichzeitig gefunden werden, schnell funktionieren, verstanden werden, Vertrauen schaffen, Besucher führen, Interessenten in Kunden verwandeln – und zunehmend ihre Informationen so bereitstellen, dass auch KI-Systeme sie verstehen und zitieren können. Welche Signale dabei Vertrauen schaffen, zeigt unser Beitrag zu messbaren Vertrauenssignalen.

100/100 bei Lighthouse SEO, 18/100 bei KI-Sichtbarkeit: Das ist kein Widerspruch, sondern zeigt, wie stark sich die Anforderungen an Websites gerade verändern.

In den vergangenen Jahren lautete die zentrale Frage: „Wie werde ich bei Google gefunden?“ Heute kommt eine zweite hinzu: „Wie werde ich von ChatGPT, Gemini, Perplexity und anderen KI-Systemen verstanden und als Quelle berücksichtigt?“ Warum das immer wichtiger wird, erklären wir im Beitrag KI-Sichtbarkeit: Warum ChatGPT Ihre Website nicht empfiehlt. Unternehmen sollten deshalb nicht aufhören, SEO zu betreiben – sie sollten anfangen, SEO weiterzudenken.

Fazit: Die Website einer Digitalmarke durch die Augen von 10 KI-Agenten

Unser AI Website Report bewertet die deutsche SAP-Website mit einem Website Intelligence Score von 47/100. Hinter dieser Zahl steckt allerdings eine viel interessantere Geschichte. SAP verfügt über eine starke SEO-Basis, umfangreiche Inhalte, eine hohe Markenpräsenz, eine gute automatisiert messbare Accessibility und eine starke UX-Grundlage. Gleichzeitig identifiziert die Analyse deutliche Potenziale bei mobiler Performance, Conversion und Nutzerführung, digitaler Vertriebsarchitektur und insbesondere bei GEO und KI-Sichtbarkeit.

Eine Website kann gleichzeitig 100/100 bei Lighthouse SEO und 18/100 bei KI-Sichtbarkeit erreichen. Sie kann eine weltbekannte Marke repräsentieren und neuen Besuchern trotzdem zu wenig Orientierung bieten. Und sie kann tausende Wörter hochwertigen Content besitzen, während Maschinen Schwierigkeiten haben, daraus eindeutige, zitierfähige Antworten abzuleiten. Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis: Die Website der Zukunft muss für Menschen, Suchmaschinen, KI-Systeme – und das eigene Geschäft funktionieren.

Methodischer Hinweis

Die Analyse bezieht sich auf die deutsche SAP-Website zum Zeitpunkt der Untersuchung. Websites und technische Konfigurationen können sich jederzeit ändern. Performance-Werte wie Lighthouse Score und Largest Contentful Paint sind Momentaufnahmen und können zwischen einzelnen Messungen schwanken.

Die Bewertung basiert auf einem vollständigen Website-Crawl, technischen Messdaten sowie neun spezialisierten Analyseperspektiven und einer übergeordneten Zusammenführung. Aussagen zur Barrierefreiheit beruhen auf automatisierten Prüfungen und ersetzen keine vollständige manuelle oder rechtliche Prüfung. Der Website Intelligence Score stellt keine Bewertung des Unternehmens SAP, seiner Produkte oder seiner wirtschaftlichen Qualität dar – bewertet wird ausschließlich die untersuchte digitale Präsenz anhand der im Analysemodell definierten Kriterien.

Wie gut arbeitet Ihre Website wirklich?

Lassen Sie Ihre Website von 10 spezialisierten KI-Agenten analysieren. Sie erhalten einen umfassenden Website-Report mit konkreten, priorisierten Handlungsempfehlungen für mehr Sichtbarkeit und digitales Wachstum.

10 spezialisierte KI-Agenten · Einmalig 79 € · Konkrete Handlungsempfehlungen

Häufige Fragen

Wie kommt der Website Intelligence Score von 47/100 zustande?
Zunächst werden reale Daten erhoben: Website-Crawl, HTML-Struktur, robots.txt, Sitemap, strukturierte Daten sowie Lighthouse-Messungen für Mobil und Desktop. Auf dieser Basis bewerten spezialisierte KI-Agenten neun Fachbereiche; der Gesamtscore wird rechnerisch daraus gebildet.
Wie kann eine Website 100/100 bei Lighthouse SEO und nur 18/100 bei KI-Sichtbarkeit erreichen?
Lighthouse prüft technische Grundlagen der Indexierbarkeit. GEO fragt dagegen, ob KI-Systeme Inhalte abrufen, eindeutig verstehen und zitieren können. Blockierte KI-Bots, fehlende Schema.org-Daten und fehlende semantische H1-Überschriften wirken sich dort stark aus.
Sind die Performance-Werte dauerhaft gültig?
Nein. Lighthouse-Werte und der Largest Contentful Paint sind Momentaufnahmen und können je nach Messzeitpunkt, Serverantwort und Auslieferung schwanken. Sie zeigen einen zum Messzeitpunkt vorhandenen Engpass.
Bewertet die Analyse das Unternehmen SAP?
Nein. Bewertet wird ausschließlich die untersuchte digitale Präsenz anhand der im Analysemodell definierten Kriterien – nicht das Unternehmen, seine Produkte oder seine wirtschaftliche Qualität.